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  • Meinhard

Mistelmagie

Misteln sind seit jeher ein Symbol für Magie, Zauberkraft und Fruchtbarkeit. Jeder denkt sofort an den hängenden Mistelzweig, unter dem sich Paare, oder auch jene, die nicht einander versprochen sind, um die Zeit der Wintersonnenwende, den einen oder anderen Kuss geben dürfen, wenn sie gemeinsam darunter stehen. Oder an Miraculix, den Druiden der Asterix Comicbücher und Filme, der mit seiner goldenen Sichel die unentbehrliche Zutat für den Zaubertrank aus den Bäumen erntet.



Die Mistel trägt den lateinischen Namen „viscum album“ was wörtlich übersetzt weißer Kleber bedeutet, was auf den Saft der weißen Früchte hinweist, den sich die Misteldrossel nach dem Verspeisen der für den Vogel ungiftigen Beeren, vom Schnabel wetzt und so mehr oder weniger unfreiwillig die Samen der Pflanze am Baum verteilt. Die Mistel ist ein sogenannter Halbparasit. Aufgrund ihrer grünen Blätter kann sie selbst Photosynthese betreiben und versorgt sich und den Baum somit mit Kohlenhydraten, entzieht dem Baum jedoch Wasser und andere Mineralstoffe.


Warum ist nun gerade die Mistel eines der heiligsten Kräuter der keltischen Druiden?

Die Antwort ist ganz einfach…. Man stellt sich das Gewächs mal aus der Sicht unserer keltischen Ahnen vor:

- Sie wächst und vermehrt sich ganz ohne jemals direkten Kontakt mit der Erde zu haben

- Sie wächst in alle Richtungen und das vorwiegend im Schatten

- Sie trägt ihre Früchte im Dezember, wo die Sonne am wenigsten lang auf das Gewächs scheinen kann

- Sie enthält sehr viele heilend Wirksame Stoffe und wurde im Altertum auch eingesetzt um Krebs zu bekämpfen


Somit widerspricht sie jeglichem damaligen botanischen Verständnis, und muss also Magie besitzen. Einige der heilenden Wirkungen des heiligen Gewächses sind mittlerweile nachgewiesen.

Zum Beispiel wirkt sie stark Blutdrucksenkend, ist gut gegen Rheumabeschwerden und wirkt antiseptisch.

Vor dem Gebrauch bzw. der Einnahme von selbst gemachten Mistelprodukten sollte man sich jedoch aufgrund der Giftigkeit des Gewächses auf jeden Fall mit einem Apotheker oder dem Kräuterpädagogen seines Vertrauens absprechen. Bei niederem Blutdruck sollte man Mistelprodukte generell meiden.



Energetische Wirkung

Wie bereits weiter oben erwähnt trotzt die Mistel vielen botanischen Regeln und Grundsätzen und lichtet so auch auf ihre magische Art und Weise den Schleier der Anderswelt. Sie eignet sich somit sehr für Divination und Wahrsagerituale, besonders jetzt in den Rauhnächten, den zwölf Nächten nach dem heiligen Abend an denen sich die Anderswelt und unsere Dimension sehr nahe stehen.


Beim Ernten der Misteln sollte man unbedingt immer erst den Baum um Erlaubnis bitten und dann darauf achten, dass die Misteln wenn man sie schneidet nicht den Boden berühren.


Die Form der beiden Engelhaften Blätter erinnert an die Gebärmutter und der weiße klebrige Saft der Beeren an Sperma, somit gilt die Mistel als Kraut der Fruchtbarkeit.


Zusätzlich vertreibt die Pflanze Dämonen und böse Geister, deshalb wird sie seit jeher vor Stallungen und Türen aufgehängt um nur guten Geistern Eintritt zu gewähren.

Man kann auch zur Sonnenwende Mistelzweige verschenken und somit dem Beschenkten Segen und Fruchtbarkeit (die sich nicht immer in menschlichem Nachwuchs manifestieren muss) bringen.

Meine liebste Verwendung des Krautes ist die als Räucherwerk. So verteilen sich die Pflanzengeister der Mistel im Raum, wandeln Negatives in Positives um, bringen Schutz und lassen einen den ersehnten Blick in die Anderswelt werfen.


Zwei Mistelrituale für die Rauhnächte


Mistelzauber für den Jahreswechsel


Vor jedem Zauber oder Ritual sollte man den lokalen Spirits danken, sie einladen, teilzuhaben und sie bitten, den Zauber zu bestärken.




Man braucht:

6 weiße Kerzen ca. 15 bis 20 cm hoch (wenn die Möglichkeit hat 3 violette und 3 weiße) 1 Büschel Mistelblätter getrocknet 1 Hand voll getrockneter Walnussblätter 6 Quatratische Blätter Papier Einen Grünen und einen violetten Stift Zwei Feuerfeste Schalen Mörser und Stößel


1. Man stellt die Kerzen im Kreis auf und entzündet jede zweite (violette) mit folgenden Worten: „Feuer der Transformation, lass diese Flammen auflösen, was ich loslassen will.“

2. Nun zermahlt man die Walnussblätter so fein wie möglich und schreibt auf 3 Blätter mit dem violetten Stift Dinge die man loslassen möchte. (das können Eigenschaften sein, Verbindungen zu Menschen, Dinge etc.)

3. Man verteilt die zermahlenen Nussbaumblätter auf den beschrifteten Papieren, entzündet diese auf den Kerzen und lässt sie in einer der beiden Schalen ganz verbrennen

4. Die anderen drei Kerzen werden mit folgenden Worten entzündet: „Feuer der Transformation, lass die Glut in diese Bereiche erwärmen und Licht in diese Teile meines Lebens scheinen.“

5. Jetzt werden die Mistelblätter so fein wie möglich zermahlen und auf die anderen 3 Blätter schreibt man mit grüner Farbe Bereiche, die man im kommenden Jahr besonders stärken will.

6. Man streut nun die zermahlenen Mistelblätter auf die Blätter und entzündet diese an den eben entfachten Kerzen und lässt diese in der anderen Schale komplett abbrennen.

Die Asche aus der Schale mit dem, was loszulassen ist, kann man nun normal entsorgen. Die andere Asche wird unter einer immergrünen Pflanze vergraben. (Nadelgehölz – außer Lärche 😉, Stechpalme oder Efeu eignen sich dafür sehr)


Bitte vergesst nicht den Mörser, solltet ihr ihn zum kochen verwenden, danach gründlich zu reinigen.





Neujahrsmistelbad:

Setzt über die Silvesternacht ein Glas mit 3 Liter kaltem Wasser und 4 Händen voll Mistelblättern an und lasst es (mindestens 12 Stunden) ziehen. Beklebt das Glas mit Wünschen für das kommende Jahr. Danach gießt es in Wasser und badet darin. Beachtet dabei, dass das Wasser so kalt wie möglich sein sollte. Das Bad bestärkt euch in euren neuen Wünschen und bietet euch Schutz und Kraft für das kommende Jahr.



Ich wünsche euch viel Spaß mit den Ritualen und einen guten Rutsch ins neue Jahr :)

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© 2018 by Cornelia Kaus

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